Bouldern im K5 - Familienkreis Hausen engagiert sich für Flüchtlinge

Die Begeisterung unter den Kindern im Haus St. Anna war groß, als sie das Angebot des Hausener Familienkreises erhielten: ein besonderes Freizeitangebot, an dem sie  den engen Räumlichkeiten entfliehen und ein abwechslungsreiches Programm erleben konnten.  So machte sich am vergangenen Freitagnachmittag ein Teil der Kinder mit drei Betreuern auf den Weg ins K5. Altersgemäß gaben sie vor, schon Erfahrungen mit dem Klettern gemacht zu haben. Doch schon beim Bouldern war klar, dass sie damit etwas anderes verbanden – Klettern in einer Halle, mit künstlichen Griffen war dann doch eine Überraschung. Nach einer Einführung hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, eine Route am Seil zu durchsteigen und an der Wand die eigenen Ängste zu überwinden. Es machte allen richtig Spaß, von der Hallendecke ein Signal mit Hupe oder Glocke zu senden, im Wettkampf hochzusteigen oder aber auch, nur im Seil hängend, zu pendeln und zu „chillen“. Wichtig war, dass alle oben waren und jeder von seinen Erfahrungen im Anschluss erzählen könnte. Ob Arabisch oder deutsch, es wurde deutlich, dass diese die gleichen sind. Die Verantwortlichen des K5 unterstützen dankenswerterweise bereitwillig diese Aktion.

Auch für die zweite Hälfte der Kindergruppe war einiges geboten. Sie verbrachten den Nachmittag und frühen Abend mit Werken, Basteln, Spielen und Essen zubereiten. Das Verkleiden war besonders beliebt. Da stolzierten Prinzessinnen und vornehme Damen durch den Raum, Feuerwehrmänner fuhren kreuz und quer und in der Küche wurden unermüdlich die Zutaten geschnipfelt. Es wurde geturnt, gehüpft und viel gelacht.

Zum gemeinsamen Essen kamen alle Kinder zusammen und erzählten in der großen Runde von ihren Heldentaten und was sie alles erlebt und gemacht haben. Der Spaß und die Freude waren groß. Gestaunt haben die Mitglieder des Familienkreises immer wieder darüber, wie gut die Kinder bereits deutsch sprechen und verstehen können. Und als die Veranstaltung dem Ende zuging, halfen viele Kinder völlig selbstverständlich und fleißig beim Spülen und Aufräumen mit. Wohlbehalten und glücklich wurden sie am Abend wieder zu ihren Müttern gebracht. Beim Abschied fragten die Kinder sehnsüchtig, wann es ein nächstes Mal gäbe.

29.03.2018 10:33

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